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Durch die Herkaus-Manto-Straße

Durch die Herkaus-Manto-Straße

Wir laden Sie zur Wanderung durch diese Straße und zur Besichtigung nicht nur der Gebäude, Denkmäler, Andenkentafeln, sondern auch der Cafés, die an das frohe und rege Leben der Straße erinnern, ein.

Die Route fängt an der Kreuzung mit der Lindenstraße (Liepų g.) an. Schauen wir mal links, mal rechts, bleiben wir an einem oder anderem erhalten gebliebenen Gebäude stehen oder schauen wir auf die Fotos, die daran erinnern, dass hier ehemals das rege Leben herrschte. Gehen wir in Richtung auf den Platz. In dieser Straße gab es Geschäfte, Cafés, Fotoatelier, die Druckerei „Memeler Dampfboot“, das Hotel „Hotel de Russie“, das Casino, das Restaurant „Sanssouci“ mit einem großen Garten, der im Winter zur Eisbahn verwandelt wurde, die Unterkunft-Schule von J. L. Wiener, das Witwenhaus, die Möbelfabrik des Malers A. Brakas, die Seifenfabrik des Memellandes, die Wurstfabrik von M. Scheurich, die Bierbrauerei usw. Diese Straße zeichnete sich durch prachtvolle Häuser der Holzhändler Gerlach aus. In einem von ihnen befand sich die Stadtbibliothek (Stadtbücherei Memel), heute beherbergt das Gebäude die öffentliche Bibliothek von Ieva Simonaitytė des Kreises Klaipėda.

Vom Lietuvininkų-Platz geht man weiter in Richtung auf die ehemaligen Kasernen.

Dieser Abschnitt der Straße wurde am Anfang des 20.Jahrhunderts gelegt, als die Kasernen gebaut wurden. Damals hieß die Straße nach dem Namen des Generals der preußischen Armee Helmuth von Moltke (1934–1939 wurde als Montestraße genannt). Diese Strecke der Straße ist mit den Häusern des Jugend-Stils bebaut, die mit Details des Fachwerks, gebogenen Dächern sowie Erkern geschmückt sind. Hier wohnten reiche Kaufleute, Ärzte, Bankiers, Händler.

Viele Häuser in der Herkaus-Manto-Straße sind mit berühmten Persönlichkeiten verbunden. Im Gebäude des heutigen Hotels „Navalis“ wohnte Salys Šemerys-Šmerauskas, der Dichter, der Teilnehmer am Aufbruch „Keturi vėjai“ („Vier Winde“). Im Gebäude, das sich in der Herkaus-Manto-Straße 47 befindet, wohnte der Schriftsteller und Diplomat Ignas Šeinius-Jurkūnas, das Gebäude Nr. 50 gehörte dem Ingenieur Ernestas Galvanauskas. Dieser bekannte Politiker Litauens in der Zwischenkriegszeit, der Ministerpräsident und Minister für Außenangelegenheiten, der Vorsitzende des Vorstandes des Hafens von Klaipėda wohnte in diesem Haus im 4.Jahrzehnt des 20.Jahrhunderts.

Die Route beenden Sie am Komplex der ehemaligen Kasernen, das im Jahr 1992 an die Universität übergeben wurde. Widmen Sie hier ein wenig Zeit für die Wanderung durch das Territorium, das an zahlreiche historische Ereignisse sowie Personen erinnert. Hier finden Sie viele Skulpturen, Denkmäler sowie restaurierte Gebäude.

Diese Route erstreckt sich von der Lindenstraße (Liepų g.) bis zu den ehemaligen Kasernen und ist 1 km lang.

Für diese Route brauchen Sie ca. 1 Stunde.

Eingereicht: Klaipėdos apskrities viešoji I.Simonaitytės biblioteka